Rotbraune Gulaschsuppe mit Rindfleischwürfeln, Kartoffeln, Paprika, Karotten, Sellerie und Petersilie

Ungarische Gulaschsuppe mit Rind

Paprikawürzig, herzhaft und langsam geschmort

Zart geschmortes Rindfleisch, Kartoffeln, Paprika und Wurzelgemüse machen diese kräftige Gulaschsuppe zu einer vollständigen Mahlzeit. Süßes Paprikapulver und Kümmel prägen den Geschmack; die alltagstaugliche Variante bindet ausschließlich durch Zwiebeln, Gemüse und langsames Schmoren, ganz ohne Mehl.

Vorbereitung
25 Minuten
Kochzeit
2 Std. 20 Min.
Gesamt
2 Std. 45 Min.
Menge
6 Portionen

Zutaten

  • 900 g Rinderbug, von groben Sehnen befreit und in 3 cm großen Würfeln
  • 8 g feines Salz, geteilt
  • 2 g schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
  • 40 ml neutrales Rapsöl
  • 400 g Zwiebeln, in 1 cm großen Würfeln
  • 12 g Knoblauch, fein gehackt
  • 30 g Tomatenmark
  • 3 g Kümmelsamen, leicht zerstoßen
  • 18 g ungarisches Paprikapulver, edelsüß
  • 1 g scharfes Paprikapulver
  • 2 g getrockneter Majoran
  • 300 g stückige Tomaten aus der Dose
  • 1,4 l natriumarme Rinderbrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 500 g festkochende Kartoffeln, geschält und in 2,5 cm großen Würfeln
  • 200 g Karotten, in 1 cm dicken Scheiben
  • 150 g Knollensellerie, in 1,5 cm großen Würfeln
  • 300 g rote Paprika, entkernt und in 2 cm großen Stücken
  • 15 ml Apfelessig
  • 15 g glatte Petersilie, grob gehackt

Zubereitung

  1. Rindfleisch mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen und mit 5 g Salz sowie Pfeffer würzen. In einem schweren Schmortopf 20 ml Öl stark erhitzen. Fleisch in drei Portionen jeweils rundherum kräftig braun anbraten; bei Bedarf portionsweise das restliche Öl zugeben. Gebräuntes Fleisch herausnehmen.
  2. Hitze auf mittlere Stufe reduzieren. Zwiebeln mit den restlichen 3 g Salz in den Topf geben und 10–12 Minuten goldgelb und weich schmoren; gebräunte Röstspuren vom Topfboden dabei lösen.
  3. Knoblauch, Tomatenmark und Kümmel zufügen und 2 Minuten rösten, bis das Tomatenmark dunkler wird.
  4. Topf vollständig von der Hitze ziehen. Beide Paprikapulver und Majoran einrühren und höchstens 20 Sekunden in der Restwärme anschwitzen. Sofort Dosentomaten und etwa 200 ml Brühe zugeben, gründlich verrühren und den Bratensatz lösen.
  5. Fleisch samt ausgetretenem Saft, übrige Brühe und Lorbeerblätter zufügen. Aufkochen, dann abdecken und bei niedriger Hitze 75 Minuten nur leise simmern lassen.
  6. Während das Fleisch schmort, Kartoffeln, Karotten, Sellerie und Paprika vorbereiten. Nach 75 Minuten ein Fleischstück prüfen: Es soll bereits nachgeben, aber noch nicht vollständig weich sein. Ist es noch sehr fest, zunächst weitere 10–20 Minuten ohne Gemüse schmoren.
  7. Kartoffeln, Karotten und Sellerie einrühren und 15 Minuten leise köcheln lassen. Paprikastücke zugeben und weitere 15–20 Minuten garen. Die Suppe ist fertig, wenn das Rindfleisch mit einer Gabel leicht zerteilt werden kann, die Kartoffeln durchgegart sind, aber ihre Form halten, und die Paprika weich mit leichtem Biss ist.
  8. Lorbeerblätter entfernen. Apfelessig einrühren, abschmecken und bei Bedarf nur abhängig vom Salzgehalt der Brühe nachwürzen. Mit Petersilie bestreut servieren.

Tipps

  • Fleisch in kleinen Portionen anbraten; ein überfüllter Topf kühlt ab und das Rind dünstet im eigenen Saft.
  • Paprikapulver verbrennt schnell und wird dann bitter: Topf vom Herd nehmen und unmittelbar danach mit Flüssigkeit ablöschen.
  • Die Suppe darf nur sanft simmern. Starkes Kochen macht das Fleisch trockener und lässt Kartoffeln zerfallen.
  • Gemüse erst zugeben, wenn das Fleisch bereits deutlich weicher geworden ist, damit beides gleichzeitig den richtigen Gargrad erreicht.
  • Der Essig wird erst am Ende eingerührt und hebt die erdigen, süßen Aromen an, ohne die Suppe sauer schmecken zu lassen.

Typische Fehler vermeiden

  • Feuchtes Fleisch oder zu große Bratportionen verwenden → Fleisch trocken tupfen und in drei Portionen kräftig bräunen.
  • Paprikapulver im heißen Fett lange rösten → Topf von der Hitze ziehen und nach höchstens 20 Sekunden ablöschen.
  • Mageres Kurzbratfleisch verwenden → kollagenreichen Rinderbug wählen, der beim Schmoren saftig und zart wird.
  • Gemüse gleichzeitig mit dem rohen Fleisch zufügen → erst nach der ersten Schmorphase einlegen, sonst zerfällt es.
  • Nur nach der Uhr garen → Fleisch mit der Gabel prüfen und bei Bedarf vor Zugabe des Gemüses länger schmoren.

Varianten und Alternativen

  • Rinderbug: durch Rinderwade ersetzen; je nach Zuschnitt vor Zugabe des Gemüses etwa 20–30 Minuten länger schmoren.
  • Rapsöl: durch 35 g Schweineschmalz ersetzen; die Suppe ist dann nicht mehr schweinefleischfrei.
  • Knollensellerie: durch die gleiche Menge Petersilienwurzel ersetzen.
  • Stückige Dosentomaten: durch 350 g sehr reife, geschälte und gewürfelte frische Tomaten ersetzen.
  • Mildere Variante: scharfes Paprikapulver weglassen und durch 1 g edelsüßes ersetzen.
  • Apfelessig: durch 15 ml frisch gepressten Zitronensaft ersetzen.

Aufbewahrung und Hinweise

Aufbewahrung

Suppe zügig in flachere Behälter umfüllen, abkühlen und luftdicht bis zu 3 Tage im Kühlschrank lagern; sie schmeckt am Folgetag besonders rund. Einmal vollständig dampfend heiß erhitzen. Bis zu 3 Monate einfrierbar, wobei Kartoffeln nach dem Auftauen etwas weicher oder körniger werden können. Bereits aufgewärmte Reste nicht erneut kühlen.

Allergene

Sellerie durch Knollensellerie; Rinderbrühe kann weitere deklarationspflichtige Allergene enthalten, Etikett prüfen. Das Rezept ist ohne Mehl und nur mit entsprechend gekennzeichneter Brühe glutenfrei.

Redaktionelle Einordnung

Die konkrete Beschreibung und die ergänzenden Hinweise wurden für Rezepte daheim redaktionell formuliert. Ein Anspruch auf die Erfindung des Gerichts wird damit nicht verbunden.

Für diese Fassung ist derzeit kein persönlicher Kochtest dokumentiert.

Inhaltlich zugeordnet: Rezepte daheim Redaktion, veröffentlicht am .